Ankündigungen

Bergwacht bei den Bergsichten

Liebe Kameraden,

vom 16.11 bis 18.11 war die Bergwacht Sachsen mit einem Stand auf den diesjährigen Bergsichten vertreten. Es gab wie bereits in den Vorjahren spannende Diskussionen und großes Interesse an unserer Arbeit.

Neben einer Korbtrage wurde viel mit Hilfe des Übungskoffers von Hartmut erklärt und gezeigt. Anbei ein paar Bilder davon

Vielen Dank an die Kameraden, die geholfen haben den Stand zu betreuen!

Berg Heil,

Max

Informationen für Interessenten

Liebe Kameraden,

Um neue Interessenten gut auf die Bergwacht einzustimmen haben wir im Zuge des neuen Ausbildungzyklus und des Ausbildungsplans ein neues Handblatt erstellt, das gerne frei "verteilt" werden darf. Ihr findet es hier zum Download:

https://bw-dresden.de/adm_program/modules/downloads/get_file.php?file_id=347

Unser Handbuch für Interessenten findet ihr weiterhin unter:

https://bw-dresden.de/adm_program/modules/downloads/get_file.php?file_id=331

 

Berg Heil,

Max

 

Dekoration der Rettungswache

Liebe Kameraden,

Horst Leichsenring hat uns, anlässlich seines 75. Geburtstages und seiner 30 jährigen Mitgliedschaft in der Bergwacht Sachsen, eine wunderschöne selbst angefertigte Holzarbeit geschenkt. Das gute Stück hat nun endlich seinen Platz gefunden und hängt in der Wache Rathen über dem Sanitätsraum, direkt gegenüber der Eingangstür. Vielen Dank nochmal an Horst!

Übrgabe Plakette

Saupsdorfer Hütte am 06.01.2018: Horst übergibt die Plakette an die Bereitschaftsleitung

Bericht Arbeitsübung

Bericht zur Arbeitsübung 2018

Jedes Jahr führt die Bereitschaft Dresden vor Beginn der Dienstsaison neben einem rein medizinisch orientierten Wochenende auch eine Arbeitsübung durch. Diese hat vorwiegend die technischen, kommunikativen und organisatorischen Aspekte der Bergwachtarbeit zum Gegenstand.


Auch diesem Teil der Ausbildung geht natürlich eine entsprechende Vorbereitung voraus: Neben der umfangreichen Ausrüstung sowie der Unterkunft und Verpflegung sind auch die Übungsplätze im Gelände, die notwendigen Genehmigungen usw. zu organisieren - eine enorme Arbeit, wenn ca. 30 Bereitschaftsmitglieder der unterschiedlichen Ausbildungsstufen gemeinsam üben wollen. Dazu kamen noch fünf Kameraden vom THW aus Pinneberg, die sich unsere Rettungstechniken anschauen wollten und natürlich ihre eigene Ausrüstung und Methoden demonstrierten.

So vorbereitet trafen wir uns am Freitagabend in der SBB-Hütte im Bielatal. Die erste Besonderheit dieser Übung: Es hatte geschneit und es sollte noch weiter schneien und die Temperatur fiel auf unter - 5°C. Und so sollte es das ganze Wochenende gehen. Die Sommerrettung wurde zur Winterübung. Aber alle Kameraden waren vorbereitet, hatten entsprechend warme Sachen dabei und die Unterkunft war gut geheizt. Noch am Abend gab es dann die Absprache zwischen den Ausbildern für die kommenden beiden Übungstage, die Aufgabenverteilung und die Zuordnung weiterer Aufgaben. Hans-Jörg „Ottl“ Otto, ein nicht mehr aktiver Bergwächter und Erika hatten in dankenswerter Weise die Küche übernommen, so dass sich auch jeder wohl fühlen konnte.

Am Samstagmorgen reiste der Großteil der Kameraden an, bezog das Quartier und machte sich mit den nächsten Aufgaben vertraut. Es hatte über Nacht weiter geschneit und es war kalt. So ging die Einweisung für den Ablauf der Samstagübungen schnell, die Ausbilder übernahmen für ihre Stationen das Material und dann ging es in den Rosengarten im Bielatal, der uns für die unterschiedlichsten Übungen zur Verfügung stand.
Eine Neuerung in diesem Jahr: Es sollte nicht mehr nur einen Kreisbetrieb mit den verschiedenen Stationen geben, die jeder Kamerad nach Zeitplan einmal durchläuft, sondern jeder sollte seinen eigenen Übungsbedarf artikulieren und an die entsprechende Station gehen, sich ggf. weitere Kameraden suchen und dann dort so lange unter der Betreuung von Ausbildern üben, wie er es für notwendig hielt.

Das kann bei einem zu absolvierenden Pflichtprogramm für die Teilnehmer im Chaos enden, aber unser Ausbildungsleiter Jost ging bei seinen Überlegungen davon aus, dass es für jeden Kameraden besser sei, das zu üben, was er selbst für wichtig halte und dass die Ausbilder in der Lage seien, darauf zu reagieren.
Das hätte also zunächst auch dazu führen können, dass eine Station nicht besucht würde und an einer anderen Station sich eine Schlange bilden würde. Aber die Rechnung ging trotz der widrigen Witterungsbedingungen auf. Sehr schnell konnten die Ausbilder so erkennen, wo offensichtlich der meiste Übungsbedarf besteht und dementsprechend wurden die Stationen besetzt.


Die Mittagspause mit den vorbereiteten Verpflegungsbeuteln war kurz, denn alle wollten sich schnell wieder bewegen. Da die Kälte dann trotzdem langsam in die Glieder fuhr, wurde am späten Nachmittag eingepackt und es ging zurück in die Hütte.
Nach kurzer Auswertung mit den Ausbildern und Vorbereitung der Ausrüstung für den Folgetag gab es ein leckeres Abendessen. Am Abend dann erfolgte die jährliche Einweisung der Einsatzfahrer zum "Fahren mit Sonder- und Wegerecht" durch Achim Schrön, an der aber auch alle Interessenten teilnehmen konnten.
Als Belohnung für den anstrengenden Übungstag, verbrachten wir den Abend in geselliger Runde.

Am Sonntag ging es nach dem Frühstück zu einer Komplexübung der besonderen Art: Mehrere Einsatzgruppen hatten die Aufgabe, entsprechend der jeweiligen Alarmierung zu einem komplexen Unfallgeschehen auszurücken und dort eine Teilaufgabe zu übernehmen oder sich ggf. entsprechend der Einsatzlage neu zu formieren.
Dazu wurden mehrere "Verletzte" (Mimen) im Bereich oberhalb der SBB-Hütte verteilt, die es zu finden und zu retten galt. Eine Verletzte lag im Mundlochbereich der Bennohöhle, zwei weitere Personen waren in der Umgebung zu finden. Außerdem war unter den eingeweihten Ausbildern abgesprochen, dass sich auch eine Kameradin während des Einsatzes so verletzt, dass sie ebenfalls versorgt werden muss.
Das Hauptthema war neben der Übung der technischen Elemente die „Kommunikation und Organisation in komplexen Einsatzszenarien“. Ein wenig erinnerte uns das Übungsszenario an die große Bergwacht-Komplexübung 2006, die im gleichen Gebiet stattfand und an der die Bergwachtbereitschaften aller sächsischen Abschnitte teilnahmen. Aber auch mit unseren 30 Kameraden und den Mimen war heute viel Personal im Übungsgebiet unterwegs.


Ohne vorherige Absprachen gelang es, trotz der beschränkten Anzahl an verfügbaren Funkgeräten, hier die Schwierigkeiten zu bewältigen. Diese wurden durch das Gelände vorgegeben und durch Glätte und Kälte noch verstärkt. Außerdem hatten wir den zu querenden Wormsbergweg, eigentlich ein befahrbarer Forstweg, kurzerhand umdeklariert in den zugefrorenen Wormsbergbach, dessen Eis nicht betreten werden konnte - somit war an dieser Stelle eine Seilbahn zu bauen. Im Tal konnten alle Verletzten schließlich an den Rettungsdienst übergeben werden.
Am zeitigen Nachmittag konnten wir diese Übung erfolgreich beenden und uns in der Hütte bei einem guten Mittagessen wieder aufwärmen. Die Auswertung erfolgte kurz und kritisch: Das Gute wurde hervorgehoben, das zu Verbessernde aber ebenfalls angesprochen. Von unseren Gästen vom THW Pinneberg verabschiedeten wir uns - sie hatten schließlich noch einen weiten Heimweg.

Neben dem Lern- und Übungseffekt hatten wir trotz des zurückgekehrten Winters auch eine Menge Spaß. Der Dank geht an die Organisatoren und an die Ausbilder, die diese gelungene Arbeitsübung mit viel Aufwand und Engagement vorbereitet hatten. Die neuen methodischen Elemente werden die Ausbilder in ihre Tätigkeit mit einbeziehen.
So vorbereitet gehen wir mit einem guten Gefühl in die Dienstsaison 2018.
 

 

 

Berg heil

Hartmut Simmert

 

 

 

Auch veröffentlicht auf unserer Webseite:

http://www.drk-dresden.de/aktuelles/news-details/archiv/2018/maerz/18/article/bericht-zur-arbeitsuebung-2018-der-bergwachtbereitschaft-dresden/

Weitere Bilder folgen in den kommenden Tagen hier auf der internen Webseite.

Bergwacht Beitrag im SBB Heft

Liebe Kameraden,

da es um die Bergwacht Seiten im SBB Heft seit Hans-Dieter Meissners Tod sehr ruhig geworden ist, gab es von Jürgen Rolke die Anregung wieder etwas zum Thema Bergwacht oder eine Vorstellung der Bereitschaften ins Heft aufzunehmen.

Hartmut hat dazu einen wie ich finde wunderbaren Beitrag verfasst, der in leicht gekürzter Form im nächsten Mitteilungsheft erscheinen wird.

Im Folgendem der Artikel... Ich bitte euch Lob direkt an Hartmut weiterzuleiten. Die Kritik könnt ihr gerne an Max weitergeben.

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Hartmut Simmert:    Ein Bergwacht-Dienstwochenende mit der Bereitschaft Dresden

Der Text basiert auf mehreren Diensten 2017.

Alle sechs Kameraden, die an diesem Wochenende zum Dienst angetreten sind, sind beschäftigt. Unseren Dienst haben wir pünktlich 0900 bei der Rettungsleitstelle in Dresden angemeldet; unser offizieller Status ist „Einsatzbereit auf der Wache“. Gleich früh haben wir, wie immer, alle Rucksäcke mit dem Einsatzmaterial gecheckt, die persönliche Schutzausrüstung griffbereit an den Haken gehängt, alle Akkus aufgeladen, das Fahrzeug nach Liste geprüft und ans Stromnetz zur Batterieladung und Motorvorwärmung angeschlossen. Die erfahrenen Bergretter kennen die vielen Handgriffe - sie sind schon Routine. An diesem Wochenende ist auch eine junge Anwärterin dabei, die sich auf ihre Prüfung zur Einsatzkraft vorbereitet. Alles wird geduldig erklärt, wie man es uns damals auch erklärte als wir angefangen haben. In der Ausbildung ist sie schon weit vorangekommen, aber ein Dienst auf der Wache ist das beste Training. Doch zunächst heißt es nur warten und bereit sein.

Wir sind von der Bergwacht-Bereitschaft Dresden. Das ist eine der acht Bereitschaften, die im Abschnitt Sächsische Schweiz den Dienst am Wochenende besetzt. Bergunfälle an Werktagen oder außerhalb der Dienstsaison (Ostern bis Oktober) übernehmen die Alarmgruppen. Das sind Kameraden, die im Bereich des Dienstgebietes ihrem Beruf nachgehen, aber jederzeit erreichbar sind und ausrücken können. Quasi immer bereit. Wenn es diese Kameraden nicht gäbe, wäre es weit schwieriger. Wir Dresdner sind Wochenendretter und nutzen die Zeit auf der Wache, soweit es geht, auch zur Erholung. Die Ruhe im Haus wird nicht gestört durch das Klappern der Töpfe und Teller in der Küche, wo ein Kamerad das Mittagessen vorbereitet. Am Funktisch blättert der Einsatzleiter in den alten Protokollen, zwei Kameraden üben vor der Wache mit dem GPS-Gerät, zwei packen im Behandlungsraum den Arztrucksack zusammen, dessen Inhalt sie gerade zum wiederholten Male inspiziert haben.

Es geht auf Mittag zu. Der Alarm kommt über die Funkmeldeempfänger und auf das digitale Funkgerät. Immer überraschend, aber nie unvorbereitet. Ohne Hektik, aber energisch schallt das „Alarm“ durch das Haus, damit jeder sofort über den anstehenden Einsatz informiert ist. Jetzt weiß jeder sofort, was er zu tun hat. Das Wichtigste sind die Informationen: Was ist passiert, wohin geht es, was und wer erwartet uns am Einsatzort. Noch während unser Einsatzleiter mit der Leitstelle spricht, bereiten die Kameraden das Verlassen der Wache vor. Herd und andere Geräte abschalten, die Kartoffeln müssen warten. Die Kameraden fahren in die Bergschuhe und legen die Gurte an, Helme, Handschuhe und Funkgerät sind griffbereit. Das Fahrzeug ist fertig zur Abfahrt als der Einsatzleiter die Mannschaft über die wichtigsten Eckpunkte informiert. Ein Kletterer ist am Brückenturm noch vor dem ersten Ring abgestürzt. Wir wissen, wo wir hinmüssen. Aufsitzen. Der Einsatzleiter ist jetzt Beifahrer. Details werden noch während der Fahrt besprochen. Höchste Konzentration für den Fahrer. Es geht im Schritttempo mit Martinshorn und Blaulicht durch das enge Rathen mit seinen vielen Touristen. Dann vorsichtig durch Bad Schandau und ins Kirnitzschtal mit den vielen Kurven und der Überlandstraßenbahn. Inzwischen wissen wir vom Nachsteiger, der den Notruf per Handy abgesetzt hat, mehr über die Situation vor Ort. Der Kletterer liegt abgestürzt schwer atmend am Boden und ist kaum ansprechbar. Niemand traut sich ihn zu bewegen. Lebensbedrohliche Situation, schwieriges Gelände, weit oben. Wir werden den Hubschrauber mit dem Notarzt brauchen. Unser Luftretter hat schon Kontakt aufgenommen und weiß, dass uns dieses Rettungsmittel bei Bedarf zur Verfügung steht. Eigentlich muss bei uns jeder Felsretter alle Funktionen übernehmen können. Die Ausbildung ist breit angelegt, von der sanitätsdienstlichen Qualifizierung über Seiltechnik und Funkausbildung bis zur Einsatzleitung. Der Fachausbildung voraus gehen Kurse und Testate zum Klettern, zur Orientierung im Gebirge, ein Fitnesstest, eine Höhlenbefahrung und vieles mehr. Aber für einige Aufgaben braucht es eine spezielle Ausbildung. So für den Fahrer, der im schwierigen Gelände genau wissen muss, was er dem Fahrzeug und seiner Mannschaft abverlangen kann. Und insbesondere der Luftretter, der nach strengen gesetzlichen Vorgaben immer wieder seine Anflüge und die Kommunikation mit der Hubschrauberbesatzung üben muss. Schon zu Beginn eines jeden Dienstes hat sich das Einsatzteam formiert, jeder übernimmt seine Rolle gemäß seiner Ausbildung oder gemäß seinen Fähigkeiten. Ist ein Arzt oder Notfallsanitäter in der Dienstmannschaft wird er die Versorgung des Patienten übernehmen. Fahrer und Luftretter stehen per Dienstliste schon vorher fest. Und falls wir klettern müssen steigt natürlich unser bester Kletterer vor. Die Anderen gehen dann mit Steigklemmen hinterher. Die sächsischen Kletterregeln gelten im Einsatz nicht, da heißt es vor allem, sich schnell und sicher zu bewegen. Auf einem schmalen Band klinken wir auch schon mal einen Karabiner in den Ring mit der Teleskopstange von unten ein, um Personen und Material gegen Absturz zu sichern, denn Sicherheit ist oberstes Gebot.

Wir sind inzwischen am Beuthenfall abgebogen und über Dietrichsgrund und Unteren Affensteinweg fahren wir soweit es geht. Absitzen und Material verteilen: Medizinischer Rucksack, Rucksäcke mit Seiltechnik, Korbtrage, Bergesack. Dann geht es zu Fuß nach oben. Hilfsbereite Kletterer anderer Seilschaften sind uns entgegengekommen, zeigen uns den kürzesten Weg und wollen Tragen helfen. Das hilft tatsächlich, wir sind dankbar. Natürlich schaffen wir das auch alleine, aber so geht es schneller, kraftschonender. Das ist Kameradschaft. Am Patienten angekommen beginnt sofort die Versorgung nach Standardprozeduren. Überwachung der lebenswichtigen Funktionen: Atmung, Kreislauf, Bewusstsein. Der Schädel ist OK, der junge Mann trug einen Helm. Die Halskrause kommt trotzdem dran. Die Schürfwunden sehen nicht gut aus, sind aber nicht lebensbedrohlich. Das gebrochene Becken dagegen schon. Also Beckenschlinge anlegen. Der harte Bauch ist nicht gut. Er muss so schnell wie möglich in die Klinik. Der Hubschrauber ist schon unterwegs. Mit vielen Händen kommt der Verletzte in die Korbtrage. Jetzt werden auch das gebrochene Sprunggelenk und die Schürfwunden versorgt. Im Protokoll wird alles festgehalten. Die Sicherung ist aufgebaut, der Verletzte kommt weg vom Fels auf eine Lichtung, wo der Hubschrauber den Verletzten per Winde übernehmen kann. Schutzbrille aufsetzen, denn der Dreck am Waldboden wird aufgewirbelt, als er über uns steht.

Kurze Zeit später ist der Bergesack im Hubschrauber verschwunden, dann geht es für den Verletzten nach Pirna ins Krankenhaus. Wir packen unsere Ausrüstung ein, verstauen alles im Fahrzeug, verabschieden uns von den Helfern und melden uns bei der Leitstelle „Einsatzbereit auf dem Fahrzeug“. Ein paar Müsliriegel und Getränke haben wir im Auto. Das hilft gegen den Hunger, falls gleich der nächste Einsatz kommen sollte. Unsere Medizinfrau hat gezeigt was sie kann. Sie ist eigentlich Lehrerin. Wir kommen alle aus den unterschiedlichsten Berufen, die wenigsten sind im medizinischen Bereich tätig. Alles im Ehrenamt. Viel Freizeit geht nach der Ausbildung neben den Diensten auch für die regelmäßigen Wiederholungen und Fortbildungen drauf. Weil man nur kann was man auch regelmäßig übt. Aber wer sich die Bergwachtjacke anzieht hat sich entschieden. Wer noch mehr Zeit opfern kann und will wird Ausbilder oder übernimmt eine der Funktionen im Leitungsbereich - in der eigenen Bereitschaft, im Abschnitt oder in der Landesleitung. Das ist auch notwendig, denn jemand muss den gesamten Dienst- und Ausbildungsapparat organisieren.

Wir erreichen ohne weitere Zwischenfälle wieder die Wache. Die Kartoffeln kriegen eine zweite Chance, wir gehen direkt über zum Abendessen. Heute passiert nichts mehr. Genug Zeit für die Auswertung des Einsatzes. Mit dem Rücktransport unseres Bergesacks kommt aus der Klinik die Info, dass der Kletterer bereits operiert wurde und es ihm bald wieder besser gehen wird. Wir sind erleichtert, denn nicht immer geht es am Ende gut aus. Und unsere junge Anwärterin hat sich auch bestens bewährt.

Am Sonntag bleibt es grau, es regnet ohne Pause. Das Gebirge bleibt menschenleer. Pünktlich 19:00 Uhr melden wir bei der Leitstelle den Dienst ab und dann geht es nach Hause.

Hier steht ein Bild.

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